Pausch Arbeitslohn

Folgende Zuwendungen an Arbeitnehmer (oder Mini-Jobber) können vom Arbeitgeber mit pauschaler Lohnsteuer besteuert werden. Der Arbeitnehmer hat dadurch keine Abzüge:

 

MIT 15 % PAUSCHALE LOHNSTEUER (beim Arbeitgeber)

Fahrtkostenzuschüsse für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Beispiel:  Der Arbeitgeber erstattet dem Arbeitnehmer für seinen 10 km langen Arbeitsweg (einfache Entfernung) = 10 km x 0,30 € = 3,00 € je Arbeitstag. Der Arbeitgeber versteuert diesen Fahrtkostenzuschuss pauschal mit 15% monatlich.

 

Job-Tickets für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Beispiel:  Der Arbeitgeber übernimmt ein Job-Ticket (z.B. Bus- oder Bahnticket) für Fahrten zur Arbeitsstätte. Auch dieser Zuschuss kann, wie vorstehend mit 15% pauschal vom Arbeitgeber versteuert werden.

 

MIT 25 % PAUSCHALE LOHNSTEUER (beim Arbeitgeber)

Reisekostenvergütungen

Beispiel:  Für eine Inlands-Dienstreise von 08.00-17.00 Uhr zahlt der Arbeitgeber eine Verpflegungspauschale, wie sie in der Betriebsvereinbarung festgelegt ist und die über der lohnsteuerfreien Verpflegungspauschale liegt. Danach könnte er für eine über 8-stündige Auswärtstätigkeit einen Betrag in Höhe von 6 € steuerfrei zahlen.  In diesem Fall kann der Arbeitgeber die Reisekostenvergütung pauschal mit 25% Lohnsteuer besteuern.

 

Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen

Beispiel:  Der Arbeitgeber stellt für eine Betriebsveranstaltung Tombola-Preise zur Verfügung. Er kann diese mit 25% pauschal versteuern damit der Arbeitnehmer seinen Preis ohne Lohnsteuerabzug in Empfang nehmen kann.

 

Zuschuss zur privaten Internetnutzung  (§ 40 Abs. 2 Nr. 5 Satz 2 EStG, R 40.2 LStR)

Beispiel:  Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer monatlich bis zu 50 € (private) Internetkosten ersetzen und diese pauschal mit 25% versteuern. Dazu ist nicht erforderlich, dass der Arbeitnehmer den Comuter auch betrieblich/beruflich nutzt. Der Arbeitnehmer muss allerdings nachweisen, dass ihm Internetkosten in mindestens gleicher Höhe entstanden sind. Der Zuschuss bleibt sozialversicherungsfrei.

 

Erholungsbeihilfe

Beispiel:  Eine Erholungsbeihilfe kann den Arbeitnehmern gezahlt werden, die vertraglich keinen Urlaubsgeldanspruch haben, denen der Arbeitgeber aber eine Unterstützung zum Zwecke der Erholung zukommen lassen möchte. Die Erholungsbeihilfe ist nach oben begrenzt für den Arbeitnehmer auf 154 €, den Ehegatten auf 104 € und 52 € für jedes Kind. Die Erholungsbeihilfe ist nur zeitnah zum tatsächlichen Urlaubstermin auszuzahlen. Auch hierfür übernimmt der Arbeitgeber die pauschale Lohnsteuer von 25%.

 

Kantinenessen

Beispiel:  Der Arbeitgeber kann dem Arbeitnehmer einen Essengutschein in Höhe von täglich bis zu 6,10 € (für 2014) oder ein Kantinenessen (bis 3,00 € für 2014) unentgeltlich zur Verfügung stellen. Der sich daraus ergebende geldwerte Vorteil ist vom Arbeitgeber pauschal mit 25% zu versteuern.

 

 

Praxisfall:  ERHOLUNGSBEIHILFE :  Urlaubstaschengeld für Mitarbeiter

Wenn der Chef seinen Mitarbeitern statt Urlaubsgeld eine Erholungsbeihilfe zahlt, ist das finanziell für den Arbeitgeber und für den Arbeitnehmer interessant. Der Chef übernimmt die pauschale Besteuerung mit 25%. Die Mitarbeiter bekommen die Erholungsbeihilfe in voller Höhe -also ohne Lohnsteuer- und Sozialversicherungsabzüge ausgezahlt. Allerdings müssen zur Anerkennung folgende Kriterien erfüllt werden:

Die Erholungsbeihilfe darf höchstens  156 € für den Arbeitnehmer,  104 € für den Ehegatten und  52 € je Kind betragen.

Damit der Urlaub des Arbeitnehmers in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Erholungsbeihilfe steht, muss innerhalb von 3 Monaten vor oder nach der Auszahlung der Beihilfe der Urlaub beendet oder begonnen werden.

Bei den Beträgen handelt es sich um Freigrenzen. Das bedeutet, es kann auch weniger gezahlt werden, aber auf keine Fall einen Cent mehr. Dann entfällt die Pauschalregelung.

Es muss sich um eine echte Erholungsbeihilfe handeln, die den Sinn auch erfüllen kann.

 

MIT 30 % PAUSCHALE LOHNSTEUER

Sachzuwendungen (Aufmerksamkeiten) an Mitarbeiter

Zuwendungen an Arbeitnehmer (wie Tankgutscheine, Warengutscheine von Feinkostgeschäften oder Supermärkten etc.) stellen Sachzuwendungen dar, die steuerfrei gewährt werden können, wenn sie den Wert von monatlich (brutto) 44 € nicht überschreiten. Teurere Zuwendungen kann der Arbeitgeber nach § 37b EStG mit pauschal 30% Lohnsteuer berücksichtigen. Es müssen alle Arbeitnehmer gleich behandelt werden.

 

Nutzen Sie die Chancen die sich hier bieten, wenn zusätzlich zum Arbeitslohn Zuschüsse gezahlt werden sollen. !!

 

 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 21. Januar 2014 13:22