Steuervorschrift für Gutschriften

Der § 14 Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes wurde zum 30.6.2013 um eine neue Nr. 10 erweitert. Darin wird geregelt, dass nunmehr die Abrechnung (Rechnungserstellung) durch den Empfänger der Leistung (und nicht wie üblich durch den Lieferer/Leistungserbringer) als "GUTSCHRIFT" zu bezeichen ist.

Eigentlich sollte das nichts Besonderes sein, aber der Teufel steckt im Detail. Bekannter Maßen werden Rückgaben oder Nachlässe in der Wirtschaft auch durch "Gutschriften" vom Lieferanten oder Leistungserbringer abgerechnet.

Diese Praxis muss jetzt durch die steuerliche Neuordnung weichen. Die Übergangsfrist wurde durch ein BMF-Schreiben auf den 31.12.2013 begrenzt. Das heißt, ab dem 01.01.2014 gilt nun folgende Regelung  -EU-weit-   als verbindlich:

  • Sie liefern als Textilgroßhändler Kleidung an einen Kunden. Dieser reklamiert Teile und sendet sie zurück. Daraufhin stellen sie ihm eine (kaufmännische) Gutschrift aus. Die aber nicht mehr als Gutschrift bezeichnet werden darf, sondern jetzt "KORREKTURBELEG" oder "RECHNUNGSKORREKTUR" heißt.
  • Erstellt aber der Kunde (als Lieferungs-/Leistungsempfänger) für seine Einkäufe im Kommisionsgeschäft ihnen gegenüber (als Lieferungs-/Leistungserbinger) eine Provisionsabrechnung, dann fällt diese unter § 14 Abs. 4 Nr. 10 UStG und muss als "GUTSCHRIFT" bezeichnet werden.

Die neuen Begriffe werden in allen europäischen Sprachen übersetzt und sind allgemein anzuwenden. Dazu gibt es ein Schreiben des Bundesfinanzministers vom 25.10.2013 in dem sie die Änderungen in  Abschnitt 1 Nr. 2 nachlesen können.   Das Schreiben finden sie hier

 


 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 22. März 2018 23:02

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